Endodontische Diagnostik – Wegweiser für Therapieentscheid und langfristigen Zahnerhalt
Prof. Dr. Kerstin Galler | Direktorin der Zahnklinik 1 – Zahnerhaltung und Parodontologie
- 20. Mai 2026 | 18.00 – 19.30 Uhr
- 2 CME-Punkte
Die Bestimmung des Zustandes der dentalen Pulpa ist in der klinischen Diagnostik Routine und in vielen Fällen schnell und einfach möglich. Die diagnostischen Mittel, die wir einsetzen, insbesondere Sensibilitätsprüfungen, sind jedoch in ihrer Aussagekraft limitiert und liefern nicht immer zuverlässige und richtig positive Ergebnisse, insbesondere auch in Abhängigkeit vom Patientenalter. Komplexer wird es bei Fällen mit geschädigter Pulpa und unklaren Befunden, bei denen verschiedene Informationen benötigt und ausgewertet werden, um zu einer Einschätzung zu gelangen. Als Grundlage für den Therapieentscheid ist jedoch die korrekte Diagnosestellung essentiell.
In diesem Vortrag wird auf die Standarddiagnostik sowie eine erweiterte Diagnostik zur Erkennung von Pathologien des Pulpa-Dentin-Komplexes eingegangen. Anhand von klinischen Fällen wird die Wertigkeit der diagnostischen Mittel beschrieben und es werden die Möglichkeiten und Limitationen aufgezeigt. Dabei wird der Bogen gespannt von der gesunden Pulpa über die Entstehung und Diagnostik pulpitischer Beschwerden hin zur Vitalerhaltung, von der dentalen Traumatologie hin zu möglichen Komplikationen, insbesondere Resorptionsvorgängen, und von Kroneninfrakturen mit entsprechenden therapeutischen Möglichkeiten bis hin zur Vertikalfraktur.