Praxismanagement
Wer eine Arztpraxis hat, beschäftigt im Regelfall auch Mitarbeiter. Doch nicht jeder gute Arzt ist automatisch auch eine geborene Führungskraft. Sich ein paar Dinge bewusst…
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Fast alle Praxisverwaltungssysteme in Deutschland sind inzwischen für die elektronische Patientenakte zertifiziert. Damit ist ein wichtiger Schritt für den digitalen Medikationsprozess und die Interoperabilität in der Versorgung erreicht. Erfahren Sie, welche Übergangsfristen gelten und was Praxen jetzt beachten müssen.
Gute Nachricht aus der gematik: 141 Verwaltungssysteme aus den Bereichen der ambulanten und stationären Versorgung sowie der Apotheken haben den Konformitätsbewertungsprozess (KOB) für die ePA-Medikationsliste erfolgreich durchlaufen. Bei den Anbietern von Praxis-Software entspreche das einer Marktabdeckung von 98 Prozent, teilte die gematik am Donnerstag mit. Mit dem Rollout der elektronischen Patientenakte wurde die KOB verpflichtend eingeführt. Zuerst müssen die PVS in Bezug auf die Medikationsliste der ePA zertifiziert werden, 2026 folgt dann die Konformitätsbewertung für den Medikationsplan.
Ohne entsprechende Zertifizierung darf ein PVS nicht mehr für die Abrechnung über die KV eingesetzt werden. Darauf machte die KBV jüngst aufmerksam. Sie geht davon aus, dass noch etwa rund 1.000 Praxen von einem Abrechnungsausschluss betroffen sein könnten, weil ihr PVS bis Jahresende über keine Zertifizierung verfügt.
Für bestimmte Konstellationen hat die KBV deshalb Übergangsfristen festgelegt. Ärztinnen und Ärzte zum Beispiel, die ohnehin bald in Ruhestand gehen wollen, müssen nicht mehr zu einer zertifizierten PVS wechseln. Auch wer nachweisen kann, dass er einen Wechsel schon in die Wege geleitet hat oder sein PVS bald zertifiziert wird, bleibt von einem Abrechnungsausschluss verschont. Die gematik betonte in ihrer Mitteilung, dass die KOB sicherstelle, dass die verschiedenen Systeme interoperabel seien und Standards konsequent umgesetzt werden. Dies sei wichtig für das Zusammenspiel der Systeme und die Interoperabilität von Versorgungsprozessen wie dem digital gestützten Medikationsprozess.
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