Serie Online Marketing

 

Brauche ich wirklich Social Media für meine Praxis?

Sie möchten, dass neue Patienten den Weg zu Ihnen finden. Dass ihre bestehenden Patienten eine persönliche und nachhaltige Bindung zu Ihnen aufbauen? Hierfür bietet Ihnen soziale Netzwerke ein optimales Fundament. Warum Social Media für die Zahnarztpraxis definitiv sinnvoll ist und was Sie beim Einstieg beachten sollten.

Wenn wir Botschaften in ein größeres Publikum kommunizieren wollen, kommen wir um Social Media heute einfach nicht mehr herum. Das gilt für den Verkauf von Produkten und Leistungen genauso wie für eine nicht profitorientierte Kommunikation. 11 Millionen Nutzer verzeichnet Instagram Hochrechnungen zufolge aktuell täglich allein in Deutschland. Und Facebook noch einmal genauso viel. Und jeden Tag gehen auch neue Zahnarztpraxen mit ihren Profilen online. Aber warum?

Was bringt mir Social Media?

Prinzipiell kann man mit Social-Media-Marketing verschiedene Ziele verfolgen. Für Sie in der Zahnarztpraxis sind vermutlich folgende Outcomes am wichtigsten:

  • Neu Patienten gewinnen
  • Vertrauen/Nähe aufbauen
  • Leistungen anbieten und verkaufen
  • Kooperationspartner finden

 

Sie können die sozialen Netzwerke optimal dazu nutzen, in den direkten Dialog zu Ihren Patienten (und möglichen Partnern) zu treten. Ortsunabhängig und 24 Stunden am Tag. Und nein, dafür müssen Sie nicht tanzen! Es gibt zahlreiche zahnmedizinische Kollegen auf Instagram, Facebook und Co., die ihre Zielgruppe erfolgreich ansprechen, ohne dafür jeden Lip-Sync-Trend mitzumachen (Lippensynchronisation zu einer vorgefertigten Audio-Spur). Das Geheimnis dabei ist die Strategie dahinter. Wenn Sie wissen, WAS Sie FÜR WEN und MIT WELCHEM ZIEL tun und sich das auch bei alle Ihren späteren Maßnahmen vor Augen halten, dann ist der erste wichtige Schritt getan.

Erst die Strategie

Bevor Sie einfach irgendwelche Postings planlos ins Social Web aussenden –  das wird mit Sicherheit nicht die gewünschten Ergebnisse bringen – legen Sie sich also eine Strategie zu. Die muss nicht kompliziert sein und nicht in einer 20-seitigen Präsentation hübsch aufbereitet werden. Wichtig ist nur, dass Sie sich einmal die Zeit nehmen, um die fundamentalen Punkte zu Papier zu bringen. Das hilft Ihnen selbst, Klarheit zu erhalten, wo die Reise hingehen soll und Ordnung in Ihre Ideen zu bringen.

Folgende Fragen können Ihnen bei der Erstellung einer Social-Media-Strategie für Ihre Praxis helfen:

  • Wer ist meine Zielgruppe oder mein Wunschpatient?
  • Auf welcher Plattform ist mein Wunschpatient aktiv?
  • Welche Fragen und Probleme hat mein Wunschpatient?
  • Was sind die Schwerpunkt-Themen unserer Praxis?

 

Welcher Kanal ist der richtige?

Wenn Sie selbst kein Social-Media-Experte sind und sich auch keine Agentur oder sonstige Unterstützung von Außen für das Thema an Bord holen wollen, starten Sie mit einem einzigen Kanal. Fokus heißt hier das Zauberwort! Aber auf welchem? Immer wieder hört man Sätze wie „Facebook ist tot“ und „TikTok nutzen nur Kinder und Teenies“. Das lässt sich natürlich nicht so einfach pauschalisieren, dennoch gibt es Tendenzen in die eine und die andere Richtung. Aktuell scheint Instagram in Bezug auf die demographische Struktur ein ganz guter Mittelweg zu sein. Statt auf die Meinung von vermeintlichen Experten zu hören, beziehen Sie bei der Wahl einer geeigneten Plattform aber lieber Ihre Vorüberlegungen ein: Wo ist meine Zielgruppe aktiv? Fragen Sie sich vielleicht auch, welche Plattform Ihnen besonders liegt, weil Sie diese bereits privat nutzen und wissen, wie sie funktioniert. Dort sollten Sie mit einem Kanal starten.

Was posten als Zahnarztpraxis?

Prinzipiell sind erfolgreiche Inhalte auf Social Media durch mindestens einen der drei Aspekte gekennzeichnet: Der Content unterhält, inspiriert oder informiert. Deswegen funktionieren oftmals auch Videos mit tanzenden Praxis-Teams – weil sie unterhalten.

Aber das ist eben nicht die einzige Art und Weise, seine Follower auf Social Media zu begeistern. Sie haben auch die Möglichkeit, informative Mehrwert-Inhalte zu veröffentlichen oder Ihre Zielgruppe mit inspirierenden Postings zu aktivieren. Am besten macht sich natürlich eine Mischung aus allen drei Formen. Aber letzten Endes kommt das ganz auf Ihre Themen und Ihre (Praxis-)Persönlichkeit an.

Generell gilt auch beim Content wieder: Fokus! Sie haben sich Gedanken über Ihre Zielgruppe bzw. Ihren Wunschpatienten und deren Fragen und Probleme gemacht. Jetzt machen Sie sich in Ihren Postings daran, diese Probleme zu lösen und Fragen zu klären. Gerade für Zahnarztpraxen ist der Bereich Information und Aufklärung ein ganz erfolgversprechender Baustein für die inhaltliche Ausrichtung. Dabei nützt es Ihnen jedoch absolut nichts, wenn Sie als implantologische Praxis über KFO-Themen aufklären. Also bewegen Sie sich möglichst immer in Ihrem Themenumfeld. Durch die Reaktionen Ihrer Follower merken Sie bald, welche Inhalte gut ankommen oder nicht. Hier können Sie ständig nachjustieren. Voraussetzung ist nur, dass Sie sich damit auseinandersetzen und dran bleiben.

Noch einmal in Kürze

Um Social Media für Ihre Zahnarztpraxis sinnvoll nutzen zu können ist es empfehlenswert, eine Strategie in den Händen zu halten, an der Sie Ihre Formate und Inhalte ausrichten. Das hilft ungemein, das Ideen-Chaos und Startschwierigkeiten zu überwinden. Werden Sie sich klar darüber, wen Sie erreichen und mit welchen Themen Sie sich Gehör verschaffen wollen. Und behalten Sie dabei immer Ihren Fokus. Verbringen Sie außerdem selbst Zeit auf dem Kanal, den Sie mit Inhalten füllen wollen. Lernen Sie die Funktionen kennen und holen Sie auf anderen Profilen sich Inspiration für Ihre eigenen Postings. Denn wie so oft gilt auch für Social Media: Übung macht den Meister.